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Jens Maukisch – Aber die Ansage von Matthias war ja auch: cool bleiben.

Aug
28
2013
Jens Maukisch – Aber die Ansage von Matthias war ja auch: cool bleiben.

Der Ironman Kopenhagen war für Jens Maukisch der erste Langdistanztriathlon seiner Sportlerkarriere. Er ist dabei „cool geblieben“, spulte den Wettkampf wie ein Uhrwerk ab und finishte erfolgreich nach 12:49h. Wie es ihm dabei ergangen ist, beschreibt er hier in seinem Wettkampfbericht.

„Normalerweise bin ich die Woche vor einem Wettkampf immer etwas angespannt und fühle mich meist auch nicht so, als ob ich ein gutes Rennen abliefern könnte. Ganz anders dieses Mal, obwohl ich allen Grund hätte, nervös zu sein: meine erste Langdistanz. Aber die Ansage von Matthias war ja auch: cool bleiben.


Wettkampftag, recht gut geschlafen, kurz zwischen ein paar Quallen warm schwimmen und dann geht es für mich auch schon um 7:35 los. Ich wollte mich etwas zurückhalten, nicht so ins Gedränge rein. Das klappt nicht. An der ersten Boje ist es eng, an der ersten Brücke und an allen die noch folgen sollten auch, lediglich dazwischen gibt es ein wenig Entspannung. In für mich guten 1:12:xx steige ich aus dem Wasser.

Der Wechsel klappt gut und es geht guter Dinge aufs Rad. Die ersten 30km gehen richtig gut mit Rückenwind aus Kopenhagen raus, leider meldet sich nun schon grummelnd der Magen zu Wort. Die nächsten 60km machen um ehrlich zu sein nicht so viel Spass. Ich werde kontinuierlich überholt und es gibt keine Gruppe wo ich im sicheren Abstand von 10m etwas mitfahren könnte. Aber was solls. Schön weiter das Programm abspulen. Immerhin geht es dem Magen am Ende der ersten Hälfte wieder besser. Dafür beginnt es zu regnen und der Wind wird stärker, aber es kommen nicht mehr ständig andere Radfahrer von hinten an mir vorbei geschossen. Es fängt so langsam an Spass zu machen. Nachdem ich das 2. Mal bei Geels Bakke über den Berg bin, hört nach 60 nassen und kalten Kilometern endlich der Regen auf und ich biege wieder Richtung Kopenhagen ab. Relativ gut im Zeitplan springe ich vom Rad und ziehe die Laufschuhe an.

Gerade auf der Laufstrecke angekommem kommt von hinten Eva Wutti an und überholt mich. Sie biegt rechts ins Ziel ab (auch für sie die 1. gefinishte Langdistanz) und ich habe noch 4 Runden vor mir. Aber die Beine fühlen sich super an, von den 180km auf dem Rad merke ich noch nicht so viel. Hinter mir wird es an der Strecke immer lauter und kurze Zeit später kommt der dänische Kronprinz an mir vorbei, auch seine erste LD. Die Stimmung auf der ersten Runde ist super, ich habe noch nirgends so viele Leute an der Strecke stehen sehen. Mitten durch Kopenhagen.
Die ersten 10 Lauf-km sind super, nur etwas zu schnell, der Magen meldet sich wieder und mir wird etwas schummerig. Mit Salz und Koffein habe ich es aber rasch wieder im Griff. Zum Ende der 2. Runde wird es langsam schwerer. Schmerzen an einigen anderen Stellen lenken mich etwas vom Grummeln im Bauch ab. Auf der 3. Runde beginne ich an die kleinen Anstiege und teilweise an den Verpflegungsstelle in zu gehen. Das Tempo wird langsamer, aber die Zeit passt noch. Das Ziel unter 13h zu bleiben und den Marathon mit einer 4 vorne zu beenden kommt in greifbare Nähe.
Nun habe auch ich das 4. Bändchen am Arm und nur noch knapp drei Kilometer bis ins Ziel. Meine Stimmung steigt, an der Laufstrecke ist allerdings kaum noch was los. Meine Begleiter halten aber noch brav durch, sind auch nach 12 Stunden noch unermüdlich beim Anfeuern. Dann geht es auch schon rechts ab in den Zielkanal, wo Till Schenk und Torbjørn Sindballe für ordentlich Stimmung sorgen. Und mit den magischen Worten „Jens, you are an Ironman!“ geht es über die Ziellinie.


Mein 1. Ironman ist gefinisht, ich hatte aber mit viel mehr Problemen und Schmerzen während und nach dem Rennen gerechnet. An meinen ersten 70.3 habe ich da deutlich andere Erinnerungen. Insgesamt war es ein super Tag, das Jahr der Vorbereitung hat sich gelohnt. Dank Matthias & Team und der tollen Unterstützung durch meinen Arbeitgeber comSysto war ich perfekt vorbereitet.“

Jens Maukisch

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