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Manuela Östreich – Hessenmeisterin über die olympische Distanz

Sep
16
2013
Manuela Östreich – Hessenmeisterin über die olympische Distanz

Zum Abschluss der Saison wollte Manuela Östreich den Titel der Hessenmeisterin in Ihrer Altersklasse aus dem Vorjahr verteidigen. Dieser wurde am vergangenen Wochenende in Kassel vergeben. Das Wochenende zuvor lief es bei der OD in Gererdmer nicht ganz so gut, aber wir blieben dennoch optimistisch unser Ziel für den Saisonabschluss zu erreichen. Am Ende stand nicht nur eine neue Bestzeit über die Kurzdistanz, sondern erneut der Meistertitel in der Altersklasse und Platz 3 im gesamten Frauenfeld. Herzlichen Glückwunsch Manuela!

In Ihrem Wettkampfbericht könnt Ihr lesen, wie es Manuela im Wettkampf ergangen ist.

„Nach einem zähen Wettkampf am letzten Wochenende in Gerardmer, bei dem ich das Gefuehl hatte, dass die Luft raus ist und einer stressigen Arbeitswoche mit viel Fahrerei hatte ich kein gutes Gefühl für den Saisonabschluss in Kassel.
Das letzte Mal startete ich vor zwei Jahren dort- bei warmen Temperaturen und Sonnenschein und ich konnte den Hessenmeistertitel mit nach Hause nehmen….
Der Wettkampf findet traditionell am späten Nachmittag statt, da auf Grund des Hessentages im Juni verschoben werden musste, war der Start dieses Mal bereits um 16.00uhr….nun gut, wenigstens kein allzu frühes Aufstehen. Mit meiner Vereinskollegin machte ich mich gegen elf Uhr bei kühlen 14Grad auf den Weg Richtung Kassel…und oh weh: immer wieder regnete es stark. Wir waren uns einig: wenn es in kassel am Start so regnet nehmen wir nicht Teil, dann haben wir eine lustige Ausfahrt gemacht und gut!
Ankunft in Kassel: der nächste Schock: Wasser 14-16Grad: am Start 14 und hinten in der Regatta Strecke 16Grad….oh weh…Erinnerungen an Alpes d’huez Triathlon und Hamburg WM kamen hoch, da hatte das Wasser auch nur 16 Grad und jetzt sogar noch zwei Grad kaelter und die Lufttemperatur war unmerklich wärmer….wenigstens regnete es gerade mal nicht….

Ok….Startunterlagen abgeholt, Rad einchecken….Neo an….
Das übliche Einschwimmen von ca 10min verkürzte ich: 5min vor dem Start wagte ich mich ins Wasser. Oh weh….14 Grad sind verdammt kalt….nun gut….auf geht’s: so schnell wie möglich die Sache hinter mich bringen…mit einem weiteren Vereinskollegen kam ich aus dem Wasser und als ich in die Wechselzone kam, war noch Eva an Ihrem Platz eine gute Schwimmerin- also konnte ich nicht so schlecht geschwommen sein….puh! Ab aufs Rad: nach wenigen Minuten hatte ich Eva eingesammelt….und dann kam noch eine Athletin aus Kronberg….in der Ebene hatten wir noch ein ähnliches Tempo, doch beim Anstieg versuchte ich meinen eigenen Rhythmus zu finden. Ich hatte im Sommer gelernt mich auf dem Rad zusammen zu reißen und erst beim Laufen dann alle restlichen Körner zu verschießen….besonderen Spaß machte es mir jedoch noch einen männlichen Athleten zu ärgern: im Anstieg überholte ich diesen und es war mir fast klar, dass er mich kurz darauf wieder überholen wuerde. Mit einem Wahnsinns Antritt zog er erst mal vorbei, ich fuhr weiter mein Tempo und kam wieder an ihn heran…vor allem in den Abfahrten konnte ich trotz meines geringeren Gewichtes immer wieder aufholen..:und jedes Mal wenn er sich umdrehte (und das tat er gefühlte 100Mal) war ich ca 20m hinter ihm ;-)….ichüberholte noch ein weiteres Mal, was wiederum kurz darauf von einer weiteren Attacke beantwortet wurde und immer wieder der Blick zurueck. Ich konnte es mir irgendwann auch nicht verkneifen und rief ihm zu, dass ich noch da sei und wie eine Zecke sei…

Nun gut „gemeinsam“ erreichten wir die Wechselzone. Er war etwas schneller beim Wechseln und so sah ich ihn von hinten: da war mein Ehrgeiz gepackt….ich wollte sehen, ob ich ihn beim Laufen einsammeln konnte. Und tatsächlich: nach ca 1km war ich auf seiner Höhe, wir liefen rund einen km gemeinsam und dann setzte ich mich vor ihn….und schaffte ein paar Meter Abstand….in Kassel sind drei Runden zu durchlaufen und pro Runde zwei Brücken…als ich die „Kuppe“ der zweiten Brücke erreichte, hörte ich hinter mir jemanden heftig atmen…ah…mein „Freund“, da war er wieder..:da ich jedoch nicht vollgas die Brücke hoch gelaufen bin, konnte ich mit hohem Tempo die Brücke runter laufen und ab dem Zeitpunkt ward er nicht mehr gesehen…das Laufen fuehlte sich auch Gott sei Dank richtig gut und richtig schnell an…..ich wurde zwar von ein paar richtig schnellen Männern eingesammelt und zwei männliche Vereinskollegen kamen in der zweiten Runde ebenfalls von hinten, aber von Frauen war weit und breit nix zu sehen…das Mädel aus Kronberg sah ich von hinten mal kurz, aber da war der Abstand doch zu weit….
Nach 2:28h erreichte ich erst mal glücklich das Ziel….unter 2:30h, das hatte ich noch nie geschafft bei einer OD….
und wie groß war erst die Freude, als ich sah dass ich damit nicht nur Hessenmeisterin in meiner AK geworden bin, sondern auch Gesamtplatz 3 bei den Frauen! Ein toller Abschluss der Saison! Und ich hatte im Wettkampf Matthias Worte im Ohr: noch mal alles geben! Das ist mir denke ich gelungen ;-)….danke Matthias, du hast alles richtig gemacht!!!“

Manuela Östreich

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