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Michael Knautz – Bestzeit beim Ironman 70.3 St. Pölten

Mai
24
2016
Michael Knautz – Bestzeit beim Ironman 70.3 St. Pölten

Michael Knautz verbessert seine Bestzeit auf der Mitteldistanz um 20min und das bei tropischen Temperaturen.

Während die aktuellen Mitteldistanzen für die meisten Sportler zur Generalprobe für die sommerlichen Langdistanzen gelten, war der Ironman 70.3 in St. Pölten am vergangenen Sonntag für Michi Knautz das erste Saisonhighlight. Bereits zum zweiten Mal startete er bei diesem Wettkampf und daher kannte er die Strecke bereits. Dennoch musste auch er mit dem starken Temperaturanstieg um 20 Grad innerhalb weniger Tage kämpfen.

Die Vorbereitungswettkämpfe kündigten aber bereits eine super Form an und so meisterte er die Herausforderung sehr gut und erreichte mit 4:47h eine neue Bestzeit und das gleich 20min schneller, als bisher.

 

Wie es Michi erging, könnt Ihr hier lesen.

Für meine Vereinskameraden war es der Test für Ihren Start beim Challenge in Roth. Da ich dieses Jahr keine Langdistanz geplant habe, hatte ich mich dazu entschieden mit nach St. Pölten zu fahren und den Ironman 70.3 St. Pölten als mein erstes Saisonhighlight zu machen.

 

Am Freitag ging es los, in St. Pölten angekommen das übliche Prozedere, Startunterlagen abholen, auf der Expo die Sachen besorgen die ich zu Hause vergessen hatte, Hotel check it. Am Samstag früh dann noch die Kids aus dem Verein beim Ironkids angefeuert, haben wir uns Mittags mit dem Auto die Radstrecke angeschaut (was sich als sehr vorteilhaft herausstellte, gab es auf der Radstrecke doch einige technisch anspruchsvolle Abfahrten). Anschließend noch die Bikes eingecheckt und wieder ab ins Hotel, letzte Vorbereitungen treffen und Beine hoch legen.

 

Renntag: Ein bisschen Langdistanz Feeling kam auf als um vier Uhr der Wecker klingelte (7 Uhr Start) kurzes Frühstück, auf zum Start. Nochmal das Rad und die Wechselbeutel gecheckt, machte ich mich auf den Weg zum Vorstartbereich. Um 7 Uhr wurden dann die Profis ins Rennen geschickt, um 7:15 Uhr dann auch der Rest. Der Schwimmstart erfolge als „Rolling Start“ heisst ein Startschuss und ab da startet ca. jede Sekunde ein Athlet auf die Strecke. Mit meiner geplanten Schwimmzeit um 30 Minuten ordnete ich mich im ersten Startblock mittig ein. Als es für mich los ging war ich echt überrascht wie frei man bei einem Rennen mit über 2000 Startern los schwimmen kann. Nach ca. 200 Metern überholte ich die ersten Brustschwimmer „die haben sich wohl etwas überschätzt oder kommen mit den ca. 16 Grad Wassertemperatur nicht zurecht“ dachte ich mir. Nach 1100m im Viehofner See kam ich zum ersten Schwimmausstieg des Tages, dann geht es in St. Pölten über einen ca. 2 Minuten langen Landgang zum Ratzersdorfer See wo man nochmal 800m zu schwimmen hat. Nach exakt 30:00 Minuten kam ich inklusive Landgang aus dem zweiten See was die 59. Schwimmzeit des Tages bedeutete. Sau geil schnell wechseln und ab aufs Rad.

 

Gleich zu beginn ein weiteres Highlight des Wettkampfes. Die ersten 20 km fährt man auf einer komplett gesperrten Autobahn, stetig leicht abschüssig. Hier kann man schon mal richtig Gas geben. Von der Autobahn runter kommt der erste anstieg mit ca. 120 Höhenmetern gefolgt von einer gefährlichen Abfahrt. Nachdem sich direkt vor mir einer über die Leitplanke gewickelt hat bin ich die restliche Abfahrt dann doch etwas vorsichtiger gefahren. Unten angekommen geht es 30 km mit Rückenwind durch die Wachau an der Donau entlang. Hier wieder so gut wie keine Höhenmeter also richtig ballern aber nicht überzocken, es folgt direkt ein 8km langer Anstieg mit 400 Höhenmetern. Die letzten 20 km zurück nach St. Pölten wurden dann etwas winkliger, noch ein kleiner Gegenanstieg (Insgesamt waren nun 900 Höhenmeter bewältigt), und schon war auch der Radpart erledigt. Nach 2:33h stellte ich mein Rad wieder in der Wechselzone ab. Alles noch im Lot. Mittlerweile war die Temperatur auf 30° gestiegen, dreimal so viel wie am Wochenende davor, aber mit einem soliden Halbmarathon sollte es zu einer Halbdistanz Bestzeit reichen.

 

Wie mir Matthias gesagt hat lief ich von Anfang an kontrolliert los, um bei der ungewohnten Hitze nicht zu überzocken. An den Versorgungsstationen viel trinken und den Körper kühlen, nur nicht überhitzen. Die ersten 10,5 Kilometer konnte ich in guten 47 Minuten laufen. Eingangs der zweiten Laufrunde haben die an der Versorgung Schneebälle verteilt. Perfekte Abkühlung, so etwas habe ich auch noch bei keinem anderen Wettkampf erlebt. Trotz Schnee hatte ich bis km 16 einen ziemlichen Durchhänger und musste ganz schön kämpfen. Ab Kilometer 16 habe ich mich dann wieder gefangen und konnte die Pace der ersten 10km wieder laufen. Am ende brauchte ich für den abschließenden Halbmarathon 1:38 was eine Endzeit von 4:47:39 bedeutete. Bestzeit um über 20 Minuten verbessert 🙂

 

Danke an Matthias der mich wie immer bestens auf den Wettkampf vorbereitet hat.

Michael Knautz

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Copyright © Professional Endurance Team. Matthias Fritsch und Susanne Buckenlei