Spreewald Triathlon - mal locker in 5:16 ins Ziel 'gejoggt'
Probleme in der Vorbereitung, Regen beim Aufwachen am Race Day und dann auch noch die Schuhe zu...ABER: Am Ende doch zufrieden und glücklich! Es war ein erlebnisreicher Tag für unsere Barbara Burkert bei Ihrer Mitteldistanz im Spreewald!
''Spreewaldtriathlon MD
So nun war es auch endlich für mich soweit, der Start in die schon längst auf Hochtouren laufende Triathlonsaison.
Am Samstag den 18.06. klingelte um 04:45 der Wecker. Ein kurzer Blick aus dem Fenster und die Stimmung war dahin, es regnete wie aus Eimern. Nichtsdestotrotz machte ich mich auf den Weg in den Spreewald. Dort angekommen war es wenigstens trocken, wenn auch sehr frisch und ordentlich windig. Nach einem zweiten Frühstück Startnummern abholen, so langsam die Utensilien vorbereiten und die Wechselzone einrichten.
Und dann ging es auch schon bald los. Der Schwimmstart ist wie immer und überall zunächst wohl mehr eine Massenschlägerei als ein Schwimmen aber auf 2,2 km zieht sich das Feld dann aber auseinander, so dass irgendwann auch schwimmen möglich ist. Es waren drei Runden mit zwei Landgängen zu absolvieren und nach 35 Minuten war es dann auch schon wieder vorbei. Nach einem sehr ausgedehnten Aufenthalt in der Wechselzone, ging es dann auf die knapp 90 km flachen aber sehr windigen Radkilometer. Zunächst gab es ungeahnte Probleme beim Aufsteigen. Wie immer hatte ich meine Schuhe am Rad befestigt, doch das Anziehen klappte zunächst nicht, aber warum kam ich nicht in die Schuhe? Der Teufel sitzt wie immer im Detail - die Schuhe waren noch geschlossen. Peinlich, peinlich. Nachdem ich dann auch dieses Problem endlich irgendwie gelöst habe, konnte die Post abgehen. Wenn da nicht der Wind gewesen wäre. Heftiger böiger Wind mit Windstärken um die 6. Jeder Kilometer musste hart erarbeitet werden. Bei so mancher Böe hatte ich sehr große Mühe mein Rad auf der Strasse zu halten und mehr als einmal schoss mir zusätzliches Adrenalin vor Angst ins Blut. Das hat mich nicht unbedingt schneller gemacht aber dafür unglaublich viel körperliche und mentale Kraft gekostet. Der Spaß blieb dabei ein wenig auf der Strecke. In der Wechselzone wieder angekommen, stand ja nun ‚nur’ noch der 20 km-Lauf an. Also schnell in die Laufschuhe – denkste autsch: Ein heftiger Wadenkrampf durchzuckt meinen Körper. Wie soll ich da noch laufen können. Ach was, das geht schon, Augen zu und durch. Nach kurzem Dehnen bin ich dann doch losgelaufen. Nach ca. 2 km dann der nächste Krampf, im Oberschenkel. Aber was soll’s, es sind ja nur noch 18 km, das schaffen wir auch noch. Also versuchte ich das ideale ‚Tempo’ zu finden, bei dem ich einigermaßen laufen aber nicht gehen musste. Ich wollte unbedingt keine Gehpausen einlegen. Das gelang mit schließlich auch. Aber jedes Mal wenn ich meinte, ein bisschen schneller laufen zu müssen, begannen auch gleich die Krämpfe wieder. So joggte ich schließlich relativ gemütlich die gesamte Strecke und konnte nach 05:16:03 leicht gequält die Ziellinie überqueren.
Nachdem es eine sehr schwierige und komplizierte Vorbereitungszeit mit regelmäßigen Trainingsausfällen war, bin ich mit dem Ergebnis schließlich zufrieden. Vielen Dank Susa, dass es trotz großer gesundheitlicher Probleme diesen Wettkampf beenden konnte.''
Zurück zur Übersicht