Challenge Wanaka 2008 - Licht und Schatten
Fast 14 Tage nach dem Challenge Wanaka sind jetzt alle unsere Teilnehmer wieder gesund und munter vom anderen Ende der Welt zurück gekommen. Das Unternehmen Wanaka begann mit der Challenge Gewinnaktion im Frühjahr 2007. Zu diesem Zeitpunkt haben wir zusammen mit Team Challenge in der Zeitschrift "Triathlon" ein Preisausschreiben veranstaltet. Der Gewinn beinhaltete die letzten 2 Plätze für den Quelle Challenge Roth 2007 mit einer kompletten Trainingsplanung samt Diagnostik darauf hin und bei erfolgreichem Abschneiden eine Reise zum Challenge Wanaka 2008 einschließlich Teilnahme. Die Gewinner hießen damals Alexandra Gundel und Bernd Schollmayer. Kurzer Hand entschieden sich auch Susanne und Michi dort teilzunehmen und die beiden zu begleiten.
Die Vorbreitungen im Deutschen WInter waren zwar hart, aber haben sich zum großen Teil gelohnt.
Alexandra erwischte bei 33Grad Außentemperatur den besten Tag von allen und gewann nicht nur Ihre Altersklasse, sondern wurde auch 7te Gesamt und zweitbeste Altersklassenathletin.
Bernd Schollmeyer kam ebenso gut zurecht und belegte den 7ten Platz in der AK 40-49.
Wir gratulieren Beiden zu diesen ausgezeichneten Ergebnissen.
Ein ausführlicher Erfahrungsbericht der beiden folg demnächst.
Für Michi war Wanaka ein weiterer Schritt zur Form früherer Jahre. Völlig ohne Druck konnte er das Rennen angehen. Am Rad wollte er zwar am Beginn etwas zuviel, was er später etwas büßen musste, im großen und Ganzen gelang ihm aber ein konstanter Wettkampf, den er auf dem 9ten Gesamtrang beendete.
Für Susa lief der Wettkampf leider nicht so wie geplant. Nach 3 Top Ten Platzierungen bei internationalen Wettkämpfen, musste sie dieses Mal wegen Rückenproblemen das Rennen vorzeitig beenden.
Hier Susa's und Michi's Erfahrungsbericht:
"Zurück von unserem 4 wöchigen Aufenthalt auf der Südinsel Neuseelands, muss ich leider berichten, dass das Rennen nicht wie erhofft für mich verlaufen ist. Es passierte bereits an der ersten Eckboje auf der Schwimmstrecke: Beim Richtungswechsel habe ich mir durch eine unglückliche Bewegung einen Lendenwirbel blockiert, was sich anfangs durch einen stechenden Schmerz bemerkbar gemacht hat. Da die Schmerzen beim Schwimmen aber noch erträglich waren, bin ich trotzdem sofort aufs Rad gestiegen, in der Hoffnung, dass sich der Schmerz wieder löst. Dem war leider nicht so – im Gegenteil: die Blockierungen haben sich nach oben hin ausgebreitet und die Schmerzen nahmen immer mehr zu. Bei 145 war dann keinerlei Bewegung mehr möglich und ich mußte aus dem Rennen aussteigen.
Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß, da ich mich dank 2.5 Wochen Urlaub in der Sonne am Wettkampftag sehr fit gefühlt habe und das Rennen für mich zu den schönsten Langdistanz Rennen überhaupt zählt. Wie auf den Bildern zu erkennen biete es eine einzigartige landschaftliche Kulisse und gerade die Organisation und Atmosphäre überzeugt durch einen Flair, wie man es sonst nur noch in Roth selbst erleben kann.
Wenigstens Michi konnte einen soliden Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen mit dem 9. Platz feiern und auch mein Vater (Schwimmer 1:08) und mein Bruder (Läufer 3:21) konnten zusammen mit Steven Sharpe (Bike 5:36) aus Queenstown in der Staffel als „Kiwisandwich“ den 9.Platz in der Mixedwertung belegen.
Sehr stolz bin ich auf meine Athletin Alexandra Gundel, die ich für dieses Rennen vorbereitet habe: sie konnte den 7. Gesamtplatz (2.im Amateurfeld) belegen und damit Ihre Altersklasse souverän gewinnen.
Michi und ich haben das Rennen Herbert Walchshöfer, dem verstorbenen Gründer der Challenge Serie und langjähriger Renndirektor in Roth, gewidmet. Ein Grund, warum ich eigentlich um jeden Preis finishen wollte. Im Namen der Athleten durfte ich unsere Gedanken zu seiner Person bei der Pasta Party vortragen.
Wie drücken damit unseren Dank für sportlich faire, unkommerzielle Wettkampfgestaltung mit viel Herz und persönlichem Engagement, aus. Wir sind sicher, dass Felix zusammen mit seiner Familie und dem Team Challenge alles in seinem Sinn mit der gleichen Portion Herzblut weiterführen wird. Danke dafür.
Das Rennen ist ein absoluter Geheimtipp und es lohnt sich seinen Jahresurlaub für die Kombination „Rundreise mit Highlight Langdistanz“ zu verwenden. Einen großen Dank an Felix und Victoria mit Ihrem Team von Evenz.
Das Land und die Leute generell haben meine Enttäuschung über das misslungen Rennen schnell wieder verschwinden lassen, schließlich durfte ich dort eine unvergessliche Zeit zusammen mit meiner Familie verleben.
Weder das Rennen, noch das Land hat mich zum letzten Mal gesehen ;)
Jetzt folgt eine kurze Verschnaufpause nach dem harten Wintertraining, um dann frisch in die Vorbereitung für die Saison 2008 einzusteigen.
Danke an alle die mich unterstützen:
- Meine Mama und Freundin Luise die meine 5 Miezen versorgt haben
- meine Familie und Sponsoren, die diesen Sport ermöglichen
- Matthias, der beim Professional Endurance Team 4 Wochen alleine die Stellung gehalten hat und auch für meine Athleten Ansprechpartner war
- und natürlich alle, die zu Hause Daumen gedrückt haben!!!
EIN GROSSES DANKE!!!!"
Nachricht vom 08.02.2008
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