Saisonrückblick Teil 6 - Deutsche Meisterin beim schönsten Wettkampf ihres Lebens - Dagmar 'Daggi'
ein kurzer Rückblick auf meine ( Triathlon- ) Saison 2010 :
Es war für mich wohl der schönste Wettkampf in all den Triathlonjahren –
Challenge Roth, Platz 5 bei den Damen in 9:32 Std. und Deutsche Meisterin 2010!
Anfang des Jahres hatte ich die bevorstehende Triathlonsaison noch ziemlich relaxt gesehen, wollte einfach nur bei ein paar schönen Wettkämpfen dabei sein. Nachdem ich fast ein Jahr mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, freute ich mich nun wieder über jeden schmerzfreien Lauf.
Erst nach dem Trainingslager in Italien an Ostern war der Ehrgeiz wieder geweckt.
Training und Vorbereitungswettkämpfe liefen richtig gut; bis dann die Mitteldistanz im Kraichgau auf dem Plan stand.
O weh – war das ein furchtbar harter Wettkampf für mich! Nichts lief, ich fühlte mich platt und quälte mich über die Laufstrecke. Nach diesem Tag konnte ich mir so gar nicht mehr vorstellen in Roth über die Langdistanz zu starten! Das Training fiel mir nach diesem WK sehr, sehr schwer, ich hatte das Gefühl immer langsamer und kraftloser zu werden. Mental war das eine ganz schöne Herausforderung für mich; über eine längere Zeit so völlig platt zu sein, das kannte ich gar nicht.
Aber irgendwie ( Susa´s Plänen sei Dank ! ) ist dann zum richtigen Zeitpunkt wieder alles im Lot gewesen.
Beim Rothseetriathlon hatte ich richtig Spaß, die Beine fühlten sich vor allem auf dem Rad perfekt an!
Von da an freute ich mich nur noch auf den Challenge in Roth. Egal mit welcher Zeit ich ins Ziel kommen würde, egal welche Platzierung am Ende herauskommen sollte: ich wusste einfach, dass es ein genialer Tag/Wettkampf für mich werden würde! Und anders als 2008 spielte in diesem Jahr auch der Wettergott mit; perfektes Triathlonwetter war angesagt.
Was soll ich sagen? Von Anfang an lief alles fast perfekt; Schwimmen war ok, beim Radfahren hatte ich keinerlei Probleme, Essen u. Trinken klappte wunderbar, die Muskeln funktionierten. Dass sich beim Marathon die fehlenden Laufkilometer bemerkbar machen würden, damit hatte ich schon gerechnet. Aber die Stimmung an der Strecke war so phantastisch, dass fast jeder Kilometer einfach nur vorbeiflog. Über die Konkurrenz machte ich mir keine Gedanken; ich konzentrierte mich auf meinen Wettkampf, versuchte, so schnell wie möglich ins Ziel zu kommen und trotzdem den Tag zu genießen.
Einzig zw. Km 30 und 35 machten mir beginnende Krämpfe in den Beinen zu schaffen. Da wurden die Schritte halt etwas langsamer …
Die letzten Kilometer dann in Roth bis in Ziel waren einfach nur unbeschreiblich!
Ich hatte Tränen in den Augen – so recht konnte ich es noch nicht so recht begreifen, dass ich es wieder geschafft hatte mit einer respektablen Zeit als beste Deutsche ins Ziel zu laufen!
Wie in 2008 ist es mir gelungen, genau an diesem Tag all das Training abzurufen und umzusetzen, wieder hatte ich das Glück, keinen technischen Defekt zu haben, keinen Sturz !
Manchmal kann ich mir auch nicht erklären warum es so ist; aber auch wenn ich im Training oftmals hinterherpaddel oder die langsameren Radgruppen bevorzuge – bei wichtigen Wettkämpfen schaffe ich es dann das Optimum herauszuholen ( also meistens jedenfalls… ;-))))
Auf jeden Fall war es ein wunderschöner (Wettkampf-)Tag mit viel „Gänsehaut“-Feeling !
Und 2011 ?
Ich weiß es noch nicht so genau; aber es gibt das so einige Wettkämpfe, die ich sehr reizvoll und interessant finde. Die Planungen laufen…
Vielen Dank für Eure Unterstützung & liebe Grüße
Daggi
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