Freud und Leid auf Lanzarote
Am 24.5.08 starteten 3 unserer Athleten beim wohl schwierigsten Ironman der Welt auf Lanzarote. Zwar hat die Insel, durch die frisch geteerten Strassen etwas von Ihrem Mythos verloren, die Wetterbedingungen und die Topographie machten es aber den Teilnehmern auch in diesem Jahr überhaupt nicht leicht.
Im Frauenrennen hatten wir zwei Eisen im Feuer. Gabi Cellete, die im letzten Jahr ihr Langdistanzdebut in Roth gleich mit dem Titel der Deutschen Meisterin kürte, setzte in diesem Jahr gleich alles auf eine Karte und wollte sich auf Lanzarote für Hawaii qualifizieren. Das tat sie dann auch mit Bravour. Nach 1:05h hatte sie das Schwimmen hinter sich und nahm die schwere Radstrecke in Angriff, für die sie 6:52h benötigte. Die schnellsten Frauen schafften diese auch gerade mal in etwas unter 6 Stunden. Mit einem schnellen Marathon in 3:32h ließ sie sich Ihr Ziel die Hawaii-Quali nicht mehr nehmen. Mit 11:44h wurde sie unangefochten 1. in Ihrer Altersklasse. Hier Ihr Erfahrungsbericht.
Für Michaela Penkert stand schon die Vorbereitung auf Lanzarote unter einem ungünstigen Stern. Viele Krankheiten über den Winter störten die Vorbereitung teilweise sehr. Dennoch deutete bei einem Vorbereitungswettkampf in Hilpoltstein alles darauf hin, dass Ihr Form sehr gut war. So startete sie auch zuversichtlich in die Fluten des Atlantiks, der sie auch nach schnellen 59:52min wieder an Land spülte. Auf den ersten Metern am Rad bekam Michaela allerdings sofort Probleme mit den Knien, die auch nicht mehr aufhören wollten. So entwickelte sich der Wettkampf von einem Kampf gegen die Zeit zu einem Kampf ums durchkommen. Diesen gewann Michaela jedoch und finishte nach 12:51h als 6te ihrer Altersklasse und 34te Gesamt. Hier Ihr Erfahrungsbericht.
Das männliche Geschlecht vertrat Ralph Beranek, der noch einmal versuchen wollte an frühere Leistungen anzuknüpfen und eventuell noch einmal die Quali für Hawaii zu schaffen. Primärziel war es jedoch den Wettkampf gut und so schnell wie möglich zu bewältigen.
Das tat er dann auch eindrucksvoll. Für das Schwimmen benötigte er 59:09min. Die Radstrecke mit über 3000hm bewältigte er in 5:47h. Den Marathon lief er in 3:33:43h und finishte damit in 10:32:43h als 13ter in der AK 40. Am nächsten Tag erfuhr er dann auch, dass er die Quali für Hawaii geschafft hatte. Leider kam es dann auf Grund von Missverständnissen doch ganz anders. Hier sein Erfahrungsbericht.
Nachricht vom 04.06.2008
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