Podiumsplatz bei Ironman Weltmeisterschaft
Bei der inoffiziellen Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii, die am Samstag stattfanden kletterte Wolfgang Schmatz aus Amberg in der Altersklasse 45-49 auf das Siegerpodest. Wolfgang, der von Susanne trainiert wird, entstieg den Fluten des Pazifiks nach 1:04:26h.
Auf dem Rad benötigte er nur 5:11:02h um anschließend eine Marathon von 3:10:27h aufs parkett zu legen. Nach 9:32:22h beendete er seinen schnellsten Ironman auf Hawaii auf der Ziellinie am legendären Alii Drive und erkämpfte sich so den 3ten Platz in der AK 45-49 und den 117ten Gesamtplatz.
Wolfis Erfahrungsbericht:
Ich bin am 03.10, also 10 Tage vor dem Wettkampf zur Aklimatisierung, nach Hawaii geflogen.
Durch das erstmalige Tragen der cep-Strümpfe, die mir Susa noch schnell besorgt hatte, waren meine Füße bei der Ankunft in Kona, gertenschlank und ausgeruht. So konnte ich gleich am nächsten Tag mit dem Tapering für den Wettkampf beginnen.
Das Wetter war vor dem Wettkampf jeden Tag gleich, sonnig bis Mittag und dann ab und zu Regen am Nachmittag.
Nicht so am Renntag! Keine Wolke am Himmel und kein Schatten weit und breit. Doch liebe ich das heiße Wetter beim Rennen. Ich bevorzuge diese Temperaturen und bezeichne Hawaii als mein Wohn- Spielzimmer (so wie Boris Becker immer sein Londonmekka bezeichnete).
Kona hat sich verändert seitdem ich das letzte Mal hier war. 2000, 2001,2002, 2004 und 2007!
Staus, viele Autos, noch mehr Häuser und Gebäude sind rund um die Stadt Kona entstanden.
Das verschlafenen Dorf Kona gibt es nicht mehr! Es ist eine Stadt geworden!
Das Rennen selbst:
Kein Gehaue um 07.00 Uhr beim Start. Jeder schwimmt nur noch im Neo-Teil von Blue Seventy oder X-Terra!
Aerohelme so weit man schauen kann. Ich halte mich aus allen Schlägereien heraus und schwimme ein bisschen weiter außen herum und brauche daher etwas länger (1:04)
Aber es war mein langsamstes Schwimmen, das ich jemals in Hawaii gehabt hatte, obwohl mit diesem neuartigen komischen Neoteil. Wenigstens hatte ich tiefe Schürfwunden durch das Salz und zu wenig Einschmieren der betroffenen Stellen. Noch Tage danach ist mein Bett knallrot vor Blut nach dem Aufstehen.
Das Radfahren ging aber dann super gut, nur die ersten 20 km kam der Puls nicht so in die Höhe, aber das ist oft ein gutes Zeichen und sollte auch heute wieder so sein. Ab km 30 lief es richtig geil!
Nach den harten Jahren 2000 und 2001 fast kein Wind. Und die die jammerten, kennen den wirklichen Mumuku nicht!!
Radgruppen von bis zu 60 Mann und volle Penaltyboxen. Auch ich musste hinein, da ich kurz vor Hawi bei einem Überholvorgang nicht früh genug den Abstand wieder herstellte. Aber die Strafe war gerecht und habe sie mit Anstand ertragen, sorry dafür!
Trotzdem konnte ich auf dem Rückweg nur überholen und mich immer weiter nach vorne kämpfen. Ich hatte aufgrund dem super Training von Susa und Matthias, 180 km Raddruck ohne Ende. Mein Magen war an diesem Tag wie aus Gummi.Er nahm alles auf und machte nie schlapp. Trinken trinken und trinken.
Ich musst mehrmals auf die Toilette und war super Hydriert.
Ja, und dann dieser Lauf! Ich habe jede Sekunde genossen und mich wie im siebten Himmel gefühlt. Nach einer Marathonzeit von 3:10 in dieser Hitze von bis zu 40 Crad, konnte ich in meiner Alterklasse TM 45 noch den dritten Platz erreichen und wurde 117 er insgesamt. Ich war mehr als zufrieden - nein ich schwebe seitdem im Himmel!
Bedanken muss ich mich beim Team von Professional Endurance Team für die super Betreuung über die letzen Monate.
Ohne diese professionelle Hilfe hätte ich diesen Erfolg nie und nimmer erreichen können!
Vielen herzlichen Dank für alles!
Ich hoffe, auf diese (sollte ich weiter machen) Unterstützng auch für
2008 bauen zu können!
Wolfgang #645 "good job, well done"!!
Zeitungsartikel über Wolfis Erfolg auf Hawaii
Nachricht vom 15.10.2007
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