Triathlon auf dem Bauernhof - Herrenkoog 2011
2 Wochen nach dem Kraichgau war unser Till relativ spontan beim Herrenkoog Triathlon auf der Olympischen am Start. Regen, Wind und kalte Temperaturen, aber am Ende nach der Halbdistanz vor 2 Wochen jetzt auch auf der Olympischen mit neuer Bestzeit! Hier der Rennebericht!
Herrenkoog Triathlon 2011
Zur Erläuterung des Textes:
1. ''Herrenkoog = Bauernhof mit parken auf durchweichter und vermatschter Wiese, schwimmen im Minitümpel vor der Scheune und Radfahren und Laufen durchs Nichts! Verbunden mit sauviel Spass und Scheiss Wetter! ''
2. ''Annalena = Vereins- und Arbeitskollegin mit der sich ein unsinniges firmeninternes Triathlonduell entwickelt hat. Aktueller Stand nach dem Kraichgau - 1:0 für mich dank freundlicher Unterstützung von Anni's Magenkrämpfen.''
Zum Rennen:
Eigentlich war ja nach dem Kraichgau geplant am 21. Juni gemütlich einen 'After-Work-Sprint-Triathlon' zu machen und ansonsten schön für die Rennen im August zu trainieren. Stellt sich nur die Frage: Wen interessiert hier eigentlich. 3 Tage nach dem Kraichgau Rennen hat einer meiner Vereinskameraden seinen Startplatz für den Herrenkoog Triathlon auf der Olympischen zur Verfügung gestellt und ich habe am schnellsten zugeschlagen. Noch schnell mit dem Coach checken und zur großen Verwunderung sogar grünes Licht bekommen.
Am Wettkampf morgen grüßte der Hamburger Himmel schon von seiner feinsten Seite - munkelt man. Ich konnte vor lauter Regen keinen Himmel sehen. Herrlich, da macht 4:45 aufstehen doch gleich viel mehr Spass. Ist ja egal - das Rennen war schliesslich 200 Kilometer entfernt, da kann ja noch eine Menge mit dem Wetter passieren. (Ja, ich glaube noch immer an das Gute im Wetter :-))
Um 6 Uhr ging es dann für Annalena und mich los. Die 1:45 Anfahrt entwickelten sich zu einem emotionalen Rollercoaster. '''oh, oh, jaaaaa, ich glaube da kämpft die Sonne hinter den Wolken.''' 5 Minuten später: Platzregen! Und so ging es hin - und her!
Im Herrenkoog angekommen wurden schnell die Räder eingecheckt und dann noch schnell Nils und Andre beim Start der Mitteldistanz, die eine Stunde vor uns losging, zuschauen. Andre: An dieser Stelle vielen Dank für den Lacher, als Du unterwegs AUF DER 500 METER RUNDE am Gummiboot angehalten hast um nach dem Weg zu fragen!
Um 10 Uhr ging es los für die Olympische Distanz und die klare Vorgabe war: Beim Schwimmen wehtun, hart Radfahren und dann beim Laufen rausholen was noch geht! Gesagt getan - auf der zweiten von 3 Runden Schwimmen gabs so einen auf den Fratz, dass ich erstmal eine gute Minute gebraucht habe die Orientierung wieder zu finden, die Schwimmbrille wieder langsam in Richtung Gesicht zu schieben und weiterzuschwimmen! ''Ha'' dachte ich mir, nun sind sie wenigstens alle Weg die Drängler und ich schwimme meine letzte Runde ganz entspannt zu Ende! Von wegen: Auch in den Regionen um 29 Minuten für eine Olympische Distanz gibt es anscheinend für den Ehrgeiz keine Grenzen. Irgendein Blödmann - und das meine ich im freundlichsten Sinne - hatte sich auf meine Linke Seite nach der Wendeboje verirrt und versuchte für die nächsten 100 Meter allen ernstes immer wieder durch mich durch nach rechts zu schwimmen, fluchte und gestikulierte ein wenig, da ich doch einfach nicht aus dem Weg gehen wollte. Der Grund dafür war eigentlich relativ einfach: 'Dumpfbacke' schoss es mir durch den Kopf 'Ich schwimme geradeaus den kürzesten Weg zur Boje, Dein Rudel hier rechts von mir schwimmt nen Bogen. Also bleib einfach an meiner Seite und…' und schon wieder rummste er in mich rein! Die Situation war aussichtslos, der Typ erinnerte mich an meinen hechelnden Hund wenn eine läufige Hündin vorbeikommt. Der hatte nur sein Rudel im Hirn (und ansonsten glaube auch wirklich gar nichts). Also habe ich kurz angehalten damit er quer ziehen kann und bin dann doch vor ihm aus dem Wasser. Nur zur Erinnerung: Kürzester Weg ist geradeaus!
Der erste Teil des Wechsels lief super. Raus aus dem Neo, Helm auf, Rad greifen und ab dafür…in den zweiten Teil des Wechsels. Das Aufsteigen und losfahren. Natürlich hatte ich die Gummis zum Halten der Schuhe zu lang gewählt und sie wollten beim Treten einfach nicht reissen. Also erstmal die Dinger irgendwie lösen und als ich dann in meine Radschuhe einsteigen wollte der Knaller. Ich hatte die Schuhe schön an die Pedale gemacht und sauber die Klettverschlüsse geschlossen! Super - aber wenigstens ordentlich der Kerle. Da wird sich meine Verlobte freuen! Ansonsten lief es auf dem Rad super - dem Regen, Wind und Kälte zum trotz! 6 Minuten früher als erwartet war ich wieder in der Wechselzone. Diesmal hatte ich die Schuhe auch vorher aufgemacht - aber leider vergessen aus dem Schuhen rauszuschlupfen. Und so stolperte ich jetzt mit offenen Radschuhen durch die Wechselzone! Ich war mir eigentlich sicher überzockt zu haben auf dem Rad, aber ich war auch ein wenig sauer nach dem miesen Schwimmen….
Trotz allem gings beim Laufen noch ganz gut - weh getan hat es und Annalena konnte ich auch nicht mehr einsammeln, aber im Ziel war es dann bei einer 4.5 Kilometer längeren Radstrecke und dafür 500 Meter kürzen Laufstrecke eine neue Bestzeit auf der Olympischen! Das Training fängt an zu wirken!
Danke Coach und an alle die beim Herrenkoog Triathlon dem Scheisswetter getrotzt haben um uns anzufeuern!
Am Dienstag noch der Sprinttriathlon und dann heisst es beim Hamburg Triathlon am 17. Juli wieder: Annalena versus Till. Beim aktuellen Stand von 1:1!
Reingehauen und immer krachen lassen!
Till