{"id":1596,"date":"2014-07-31T07:46:22","date_gmt":"2014-07-31T05:46:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.professional-endurance-team.de\/?p=1596"},"modified":"2014-07-31T07:46:22","modified_gmt":"2014-07-31T05:46:22","slug":"johannes-nehls-450h-beim-challenge-in-roth-und-platz-5-mit-seiner-trophy-staffel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.professional-endurance-team.de\/?p=1596","title":{"rendered":"Johannes Nehls &#8211; 4:50h beim Challenge in Roth und Platz 5 mit seiner Trophy Staffel"},"content":{"rendered":"<p>Der Datev Challenge Roth bedeutete f\u00fcr Johannes Nehls das erste 180km Einzelzeitfahren seiner sportlichen Karriere. Seit Herbst letzten Jahres bereiteten wir dieses akribisch vor. Ein Trainingslager auf Fuerteventura wurde im Fr\u00fchjahr daf\u00fcr eingelegt, in den kalten Monaten viel Schwei\u00df auf der eigens daf\u00fcr angeschafften Rolle vergossen. Der Leistungsmesser stand dabei von Anfang an im Mittelpunkt des Trainingsaufbaus. Regelm\u00e4\u00dfige Tests zeigten stetige Steigerungen und motivierten zus\u00e4tzlich den Weg weiter zu gehen. Vorbereitungswettk\u00e4mpfe wie der Challenge Kraichgau oder der Rothsee Triathlon prognostizierten bereits im Vorfeld eine ausgezeichnete Form die am 20. Juli in eine gute Zeit beim Challenge in Roth umgesetzt werden sollte. Und die hat Johannes auch erfolgreich umgesetzt. 4:50h bei extremen Bedingungen bedeuteten am Ende die 15te Radzeit unter allen Staffeln. Mit seinen Staffelkollegen erreichte Johannes den 5ten Platz in der Wertung der Trophy Staffeln als Tri-Team Nehls.<\/p>\n<p>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch zu Eurer Teamleistung!<\/p>\n<p>Wie es speziell Johannes am 20. Juli erging schreibt er hier in seinem Wettkampfbericht:<\/p>\n<blockquote class=\"quoteleft \"><p>\n<p>Die Saison 2014 verlief bis dato f\u00fcr mich nach drei erfolgreichen Vorbereitungswettk\u00e4mpfen sehr gut und alles verlief nach Plan. Die Form ist da und somit startete ich positiv motiviert mit der Trophy-Staffel \u201eTri Team Nehls\u201c zum Saisonh\u00f6hepunkt dem Challenge Roth.<\/p>\n<p>Der Renntag begann f\u00fcr mich erst um 6 Uhr fr\u00fch, da mein Staffelschwimmer um 8:45 Uhr startete. Gleich nach dem Aufstehen die Verpflegung angemischt und dann ab ins Auto nach Hip in die Wechselzone. Dort angekommen, Wade kennzeichnen lassen, kurzer Bike Check und dann Fr\u00fchst\u00fcck. W\u00e4hrend die Profis schon aufs Rad wechselten, a\u00df ich also noch gen\u00fcsslich ein paar Toasts im Schatten. Ja Schatten war beliebt am Sonntag, denn es waren diesmal subtropische Bedingungen beim Challenge und somit nicht gerade ein Wetter f\u00fcr Bestzeiten.<\/p>\n<p>Aufgrund der hohen Temperaturen habe ich mich im Vorfeld dazu entschieden von Beginn an ohne Visier an meinem Zeitfahrhelm zufahren, zumal ich durch die Staffelsituation in die pralle Mittagshitze gerate und die Bel\u00fcftung unter dem Helm so besser ist! Nach dem kleinen Picknick im Schatten folgte ein lockeres Aufw\u00e4rmen und dann ab in die Wechselzone auf den Schwimmer warten.<\/p>\n<p>Nach der Chip\u00fcbergabe ging es dann endlich los. Die Sonne brannte bereits schon ganz sch\u00f6n auf die Stra\u00dfen und klar, die Radstrecke war nun richtig voller Athleten. Also hie\u00df es aufmerksam fahren und mit gen\u00fcgend Abstand \u00fcberholen. Nach 70 km dann das erste gro\u00dfe Highlight der Solarerberg, diesmal jedoch aus der geileren Sichtweise, n\u00e4mlich selber auf dem Rad hochjagen! Super Stimmung und L\u00e4rm ohne Ende, genial! Kurz vor Solar dann die erste Verpflegung entgegen genommen und weiter gings. Die erste Runde verlief gut und als ich in Eckersm\u00fchlen auf meinen Edge schaute der bei 2:20 Std. stand war ich voll im Soll und happy das bis hierher alles nach Plan lief. Dann weiter auf der \u00dcberholspur nach Heideck. Dort bei der Verpflegungsstation am Anstieg angekommen (circa km 102) pl\u00f6tzlich Kr\u00e4mpfe in beiden hinteren Oberschenkeln. Ich wurde zum Anhalten gezwungen sonst w\u00e4re ich vom Rad gefallen. \u201eSchei\u00dfe was denn nun, Kr\u00e4mpfe hattest du w\u00e4hrend der Belastung noch nie!\u201c schoss mir durch den Kopf! Ich hatte den Natriumverlust aufgrund der enormen Hitze wohl doch etwas untersch\u00e4tzt und obwohl ich Saltztabletten zuf\u00fchrte war die Dosis bis dahin anscheinend zu gering, was ich sofort \u00e4nderte und die doppelte Dosis mit Wasser runtersp\u00fclte. Dann wieder aufs Rad und mit leicht verbissenem Gesichtsausdruck noch durch die Verpflegungsstelle. \u201eWater, Iso, Gel\u201c wurde ich gefragt, \u201egibt\u2019s auch \u201akeine Kr\u00e4mpfe\u2019 habe ich mir gedacht&#8230;<\/p>\n<p>Also weiter den flachen und schnellen Teil der Strecke nach Greding, auf der Geraden sp\u00fcrte ich dann auch nicht mehr das \u201eAnspannen\u201c in den Oberschenkeln was ich nun bei jedem Anstieg f\u00fchlte. Aber dann kam der Kalvarienberg zum zweiten Mal und da waren die Kr\u00e4mpfe auch schon wieder zur\u00fcck. Wieder musste ich absteigen, Kr\u00e4mpfe irgendwie rausdehnen! Ein Freund kam hat mein Rad gehalten und mich motiviert. Auch die anderen \u201eTri Team Nehls\u201c Fans pushten mich durch das selbst gestaltete Bettlaken was gespannt war, so konnte ich nur wieder weiterfahren, ergriff noch eine Banane an der Verpflegung und k\u00e4mpfte mich hoch in die Ein\u00f6de nach R\u00f6ckenhofen. Mittlerweile brannte die Sonne unerbittlich herunter, einige Athleten sa\u00dfen verzweifelt am Stra\u00dfenrand unter vereinzelten B\u00e4umen um sich vor der Sonne zu verstecken und sich mit Wasser abzuk\u00fchlen. Die Hitze machte mir nun auch mehr und mehr zu schaffen, denn auch mein Magen begann zu rebellieren. Ab km 130 hatte ich das Gef\u00fchl ich m\u00fcsse mich dauernd \u00fcbergeben, es wollte blo\u00df irgendwie nicht ganz klappen mit der Brecherei. (Verwunderlich, denn bei den meisten Athleten kam an diesem Tag alles binnen Minuten wieder hoch was gerade erst in ihren M\u00e4gen verschwand!) Wenn man dann so in einem kleinen Tief vor sich hinf\u00e4hrt, kommen dann gleich die negativen Gedanken (die nat\u00fcrlich nicht kommen sollten) und man denkt: \u201edu musst jetzt noch das und das fahren, bis das und das kommt und dann sind es noch x Km bis in Ziel!\u201c. Ich war schon demoralisiert weil es in der ersten Runde so gut lief und pl\u00f6tzlich nichts mehr nach Plan.<\/p>\n<p>Egal, zwischenzeitlich ging es mal wieder besser und ich versuchte zu dr\u00fccken was noch ging. Aber die Wattwerte waren im Vergleich zur ersten Runden um Klassen schlechter. Nun gut, die Mission ab km 150 lautete dann nur noch. \u201eAb ins Ziel und jetzt noch unter 5 Std. bleiben!\u201c Danke an alle die mich angefeuert haben so dass ich die letzten 5 km sogar nochmals etwas das Tempo versch\u00e4rfen konnte und endlich das Ziel vor Augen hatte. Die Uhr stoppte bei 4:50 Std. als ich den Transponder an meinen Staffell\u00e4ufer \u00fcbergab und erst mal unter einem Sonnenschirm Schatten suchte!<\/p>\n<p>Ich war a) froh das ich es bis ins Ziel geschafft hatte und b) aber auch nicht ganz so zufrieden mit der Zielzeit, denn Matthias und ich wussten beide, es w\u00e4re mehr drin gewesen. Es dauerte ein paar Tage bis ich alles verarbeitet hatte, R\u00fcckmeldungen von anderen Athleten und Gl\u00fcckw\u00fcnsche bekam und so langsam realisierte, dass ich trotz den schwierigen Bedingungen f\u00fcr den Anfang eine ganz ordentliche Zeit gefahren bin. Nun war ich c) zufrieden! J<\/p>\n<p>Wir belegten mit 9:23 Stunden den 5. Platz in der Trophy-Wertung und mit 4:50 Stunden fuhr ich sogar die 15. schnellste Staffelradzeit.<\/p>\n<p>Gro\u00dfer Dank gilt meiner Freundin die mich immer unterst\u00fctzt und auch abseits der Strecke bestens verpflegt und meinem Trainier Matthias f\u00fcr die zuverl\u00e4ssige und professionelle Betreuung.<\/p>\n<p>Ebenso meiner Familie und Freunden die stets zur Stelle sind wenns mal brennt und mich unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Ich freue mich schon jetzt auf den Challenge 2015 bei hoffentlich etwas milderen Temperaturen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis dahin sch\u00f6n Kette rechts,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #888888;\"><br \/>\n<\/span> <p><cite>Johannes Nehls<\/cite><\/blockquote><div class=\"clear\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Datev Challenge Roth bedeutete f\u00fcr Johannes Nehls das erste 180km Einzelzeitfahren seiner sportlichen Karriere. Seit Herbst letzten Jahres bereiteten wir dieses akribisch vor. 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