{"id":643,"date":"2013-07-08T19:45:16","date_gmt":"2013-07-08T17:45:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.professional-endurance-team.de\/?p=643"},"modified":"2013-08-16T19:48:23","modified_gmt":"2013-08-16T17:48:23","slug":"dominik-ritter-wird-13ter-beim-celtman","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.professional-endurance-team.de\/?p=643","title":{"rendered":"Dominik Ritter wird 13ter beim Celtman"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem 32ten Platz im letzten Jahr hat sich Dominik f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Ausgabe des Celtman viel vorgenommen und wurde f\u00fcr seine Anstrengungen belohnt. Unter sehr widrigen Bedingungen k\u00e4mpfte er sich dieses Jahr auf den 13ten Rang vor.<\/p>\n<p>Wie der Tag aus seiner Sicht verlaufen ist, das erfahrt Ihr hier in seinem Bericht:<\/p>\n<p><blockquote class=\"quoteleft \"><p>Celtman Scottish Extreme Triathlon macht seinem Namen alle Ehre<\/p>\n<p><em>&#8222;Nach meiner Premiere 2012 beim Celtman war eines sofort klar: Ich will nochmal&#8230; Daher war meine Saisonplanung mit Matthias auf diese Langdistanz als Saisonh\u00f6hepunkt ausgelegt. Meine Zielsetzung war von vornherein hoch und anspruchsvoll. Top 10 sollte es sein. Trotz widriger Vorbereitungsbedingungen (viel Arbeit, wenig Zeit, schlechtes Wetter) hatte ich dieses Ziel bis zum Wettkampftag nie aus den Augen verloren. Die Wettkampfbesprechung und das anwesende Starterfeld (lauter Freaks mit Bestzeiten deutlich unter 10 Stunden auf der Langdistanz) lie\u00dfen meine Euphorie und Erwartungshaltung f\u00fcr den Rennausgang stark schrumpfen. Doch es sollte anders kommen als f\u00fcr die Meisten gedacht, denn keiner hatte die extremen Wetterbedingungen des Renntages auf dem Schirm und es war klar, dieser Wettkampf wird im Kopf entschieden&#8230; Also genau mein Ding!<\/em><\/p>\n<p><em>Raceday: Schwimmstart um 5 Uhr, 12 Grad Wassertemperatur, Gegenwind und Wellen auf der gesamten Schwimmstrecke. Ein Traum. F\u00fcr viele Athleten schon die erste \u00dcberforderung. Auch ich hatte zu k\u00e4mpfen und kam als ca. 40ter aus dem Wasser. Schnell umziehen, trockene Klamotten und ab aufs Rad. Die ersten Kilometer liefen \u00fcberragend. Nach 30 km hatte ich mich schon auf Platz 25 vorgearbeitet ohne gro\u00dfartig zu \u00fcberzocken, denn im Gegensatz zu vielen anderen Athleten wusste ich, was aufgrund des starken Windes aus westlicher Richtung am km 115 auf uns zukommen w\u00fcrde. Der 6km Anstieg bei km125 war der erste mentale Brecher. Mit einer Grundgeschwindigkeit von 7km\/h gegen den Anstieg und den Wind. Egal, weiter geht\u00b4s&#8230; Ab km 160 noch einmal 45km nur gegen den Wind. Hier war dann f\u00fcr viele Athleten der Ofen aus. F\u00fcr mich noch nicht, zumindest nicht mental. Mit schweren Beinen aber klarem Kopf als 17ter nach 205km Rad in die Wechselzone und rein in den Coulin Pass. Landschaftlich \u00fcberragend nur leider sehr st\u00fcrmisch und regnerisch. Mit prima Laufpace ging es in Richtung T2A, der Bereich (nach 18km Laufstrecke) wo dar\u00fcber entschieden wird, wer den Mountain Beinn Eigh erklimmen darf. Fit und voll motiviert komme ich hin und erlebe hier mein pers\u00f6nliches Waterloo. Der Berg wurde aufgrund der Wetterbedingungen 13 Minuten vor meiner Ankunft gesperrt. Somit mussten alle weiteren Athleten den ebenfalls extrem anspruchsvollen Low Course am Fu\u00dfe des Berges laufen. Trotzdem hat mich diese Entscheidung kurzfristig komplett aus dem Rhythmus geworfen. Au\u00dferdem war es f\u00fcr mich nicht nachvollziehbar, warum die Rennleitung 12 Athleten vorher in den Berg gelassen hat, denn die Bedingungen waren seit Mittag stabil schlecht und schon vorher bei Windgeschwindigkeiten von 80-90km\/h f\u00fcr einen Lauf auf einem Bergkrater mit Abbruchkante lebensgef\u00e4hrlich. Eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse war nun nicht mehr m\u00f6glich. Meine Entt\u00e4uschung konnte ich nach einer halben T\u00fcte Gummib\u00e4rchen in den unb\u00e4ndigen Willen den Low Course zu gewinnen umwandeln. Mit Wut im Bauch machte ich mich mit meinem Supportl\u00e4ufer Stefan Gilch, der mich wieder \u00fcberragend unterst\u00fctzt hat, \u00fcber Stock, Stein, B\u00e4che und Sumpfl\u00f6cher und mit vollem Risiko auf, in den 12 km langen Trail. Die Strategie sollte sich auszahlen. Noch 4 weitere L\u00e4ufer konnten von mir \u00fcberholt werden und mit 2 Minuten R\u00fcckstand auf den 1. Platzierten konnte ich \u00fcbergl\u00fccklich ins Ziel einlaufen. Besonders stolz bin ich als \u201eschlechter&#8220; L\u00e4ufer darauf, die 2.schnellste Laufzeit abliefern zu k\u00f6nnen und den zu 80% aus unwegsamen Gel\u00e4nde und Trails bestehenden Marathon mit 1300hm in einer Zeit von 4:13h absolviert zu haben. Leider wurden alle Athleten denen der Zugang zum Berg gew\u00e4hrt wurde, in der Gesamtplatzierung vor mir gewertet, so dass ich mich am Ende \u00fcber einen 12ten Gesamtplatz freuen darf. Einziger Wehmutstropfen: mit der Form und meiner Erfahrung aus dem letzten Jahr w\u00e4re Platz 8 in diesem Jahr definitiv drin gewesen. Aber der Mensch braucht ja Ziele und wer wei\u00df, ob es mich nicht auch 2014 zu MEINEM Rennen nach Schottland zieht :)&#8230;&#8220;<p><cite>Dominik Ritter<\/cite><\/blockquote><div class=\"clear\"><\/div><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem 32ten Platz im letzten Jahr hat sich Dominik f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Ausgabe des Celtman viel vorgenommen und wurde f\u00fcr seine Anstrengungen belohnt. Unter sehr widrigen Bedingungen k\u00e4mpfte er sich dieses Jahr auf den 13ten Rang vor. 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