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Marco Schwab – „konnte … meine beste Form am Tag X abrufen“

Sep
9
2013
Marco Schwab – „konnte … meine beste Form am Tag X abrufen“

Der Challenge in Vichy war für Marco Schwab das erklärte Saisonziel und bis dorthin waren einige Hürden zu nehmen. Wettkämpfe fielen dem schlechten Frühjahrswetter zum Opfer, wurden sogar abgebrochen und Teilziele damit unerreichbar. Dennoch ließ sich Marco nicht entmutigen und blieb konzentriert bei der Sache. Die Belohnung kassierte er nun bei seinem Saisonshöhepunkt in Frankreich. Nach 10:14h finishte Marco in neuer Langdistanzbestzeit das Rennen als 97ter Gesamt und 18ter seiner Altersklasse.

Wie es ihm am Wettkampf und währende der Saison erging erfahrt Ihr im folgenden.

„Vor vier Jahren träumte ich davon einen Triathlon zu beenden. In der Region, in welcher ich aufgewachsen bin, habe ich dann einen frisch gebackenen Triathlon Club gefunden. So habe ich mich in das Abenteuer Triathlon gestürzt. Bereits in der ersten Saison habe ich mich voller Freude in der olympischen Distanz geübt. Und schon ist es um mich geschehen und ich wurde vom Triathlonvirus infiziert. Ich deckte mich ein mit teurer Ausrüstung, tägliches Training und die alljährlichen Trainingscamps auf Fuerteventura folgten.


Die Lust auf längere Distanzen machte sich bereits früh bemerkbar. Und nach der letztjährigen super Erfahrung in Roth, habe ich mich diese Saison erneut für eine Langdistanz eingeschrieben. Dieses Mal zog es mich nach Vichy an die Challenge.


Im Winter habe ich meine Muskeln präzise aufgebaut und konnte in der ganze Vorbereitungszeit jegliche Blessuren vermeiden. Das Dank den professionellen Trainingsstrukturen meines Coaches Matthias. Zum dritten Mal stand das Camp auf Fuerteventura von Hannes Hawaii und PET auf meinem Programm. Ich war bereit, die Saison konnte beginnen.

Leider war Petrus oft nicht zu Gunsten der Triathleten gestimmt und bereits der erste Halbironman in Rapperswil wurde annulliert wegen eines Erdrutsches und heftigen Niederschlägen. Bei der Halbdistanz in Rheinfelden konnte ich dann meine aufgestaute Energie loswerden, doch leider mit etwas unbefriedigendem Resultat. Die darauffolgenden Rennen waren schwierig und meine Resultate liessen zu wünschen übrig, sie zeigten nicht meine erhoffte Steigerung, obwohl die Leistungstests einen positiven Trend aufwiesen. Wenigstens fühlte ich mich gesundheitlich in guter Form.


Obwohl sich der Sommer endlich von seiner sonnigen Seite zeigte, konnte ich mit meiner Leistung nicht aus dem Vollen schöpfen. In Zürich wurde sogar meine schlechteste Zeit überhaupt gemessen. Natürlich waren alle diese Rennen nur wichtig, um meine Leistung am 1. September 2013 zu perfektionieren. Also sollte es mich eigentlich nicht beunruhigen. Zum Glück hatte Matthias auch ein gutes Rezept, um meine Motivation hoch zu halten.
Mit meinem grössten Ziel erst im September wurde die Saison ziemlich lange. Schlussendlich sah alles ausgezeichnet aus für ein tolles Rennen in Vichy; ideales Wetter, der Neoprenanzug war erlaubt und ich war in guter Begleitung.

Challenge Vichy:


Am Renntag war ich viel weniger nervös als in Roth. Der Schwimmstart war ziemlich chaotisch und ich brauchte viel Zeit bis ich meinen Rhythmus gefunden habe. Nach dem Landgang bin ich mit mehr Power geschwommen und das konnte ich recht gut durchziehen. Kaum dachte ich, dass ich eine super Form habe, erhielt ich einen heftigen Schlag auf den Kopf, der mich schnell in Schmerz und Unbehagen katapultiere. Gleichzeitig berührte jemand meine Wade und das löste zusätzlich einen Krampf in der rechten Wade aus. Ich musste mich sogleich im Brustschwimmen etwas entspannen. Das Signal habe ich verstanden: der Tag wird noch lang und es kann jederzeit etwas passieren, bleib konzentriert.


Auf dem Fahrrad ging es von Anfang an gut. Dank dem Wattmesser bin ich konstant gefahren. Vor allem konnte ich vermeiden meinen Mitfahrern zu folgen, welche bei jedem kleinen Anstieg im Wiegetritt fuhren und danach zu locker gerollt sind. Ich fragte mich, wann die ausgebrannt sind. Doch die blieben erstaunlicherweise immer da… Die zweite Hälfte der Runde war mit starkem Gegenwind geprägt und genau da habe ich mich euphorisch gefühlt. Es war einfach, auch mit Gegenwind, die Leistung zu halten und sogar noch mehr zu geben. Bei der 2. Runde war ich dann sehr einsam auf der Strecke: die „Bergfahrer“ waren endlich ausgelaugt und ich konnte ungestört in meinem Rhythmus fahren. Danach war ich selber erstaunt über meine Bike Zeit.


Der Wechsel zum Lauf war erstaunlich locker. Ich hatte Angst davor, nicht laufen zu können, weil ich so schnell auf dem Rad war. Ohne Pulsangaben bin ich mit einem Schnitt von 5min/km gestartet und versuchte ihn nicht zu senken. Die ersten 2 Runden gingen sehr gut. Die 3. war sehr hart, die Beine fühlten sich an, wie aus Blei. Ich wusste, wenn ich so weiter laufe, werde ich einen Schnitt von 5:30min/km haben. Es hat auch so geklappt. Mit der Schlusszeit von 10h 14min habe ich nicht gerechnet.


Trotz einer langen Saison der Vorbereitung, konnte ich meine beste Form am Tag X abrufen. Ich fühlte mich von Anfang an in Topform und konnte von meinem ganzen Potenzial schöpfen. Die Programme von Matthias haben mich während der ganzen Saison optimal geformt und das ohne Verletzungen bis zu meinem grossen Ziel. Dafür bedanke ich mich herzlich.

Bis zu diesem Saisonhöhepunkt hatte ich die Unterstützung von meiner Freundin Iris mit welcher ich auch einen grossen Teil meiner Trainingsstunden verbrachte. Sie hat ihre erste Halbdistanz in einer guten Leistung von 5h 35 min absolviert. Ich bedanke mich bei allen Personen, die mich dieses Jahr unterstützt haben, meinen Eltern, Roman und Marc, meinen beiden Trainingspartner, dem ganzen Triclub Esta-Broye, Procycles und meinem Physiotherapeut. Alle haben dazu beigetragen, dass ich in guter Form war, vielen Dank!“

Marco Schwab

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